Taufe des neues Access Dinghis mit elektrischer Steuerung

Pressemitteilung des Segel Club Münster (SCM)

Neues Boot für das Inklusive Segeln am Aasee!

Die beiden Partner Segel Club Münster (SCM) und der gemeinnützige Verein zur Förderung der Segeltherapie verfügen seit Montag, den 15. August, über ein drittes, besonders geeignetes Boot für das Projekt physiosail. Physiosail ist eine Segeltherapie für Menschen mit schwersten Behinderungen und Segelinteresse in Münster. Die Boote des Vereins liegen alle am Aasee im SCM.

Am 15. August 2016 wurde das neue Access Dinghi auf den Namen CURACON getauft. Taufpate dieses besonderen Boots ist Wernher Schwarz, Geschäfts-führender Partner, CURACON GmbH Wirtschafts-prüfungsgesellschaft. Das Boot ist 3.03 Meter lang und mit fast 6m² Segelfläche ausgerüstet. Es wiegt nur gut 70 kg,  ist besonders sicher und kann nicht kentern. Es eignet sich besonders gut für das Segeln von Menschen mit Behinderungen.     

Am Montag, den 15. August, wurde ein fast neues Acces Dinghi – die weltweit am weitesten verbreitete Boots-klasse für das Inklusive Segeln - am Segel Club Münster (SCM), Annette-Allee 7, der Öffentlichkeit vorgestellt und zugleich getauft. Zahlreiche Gäste aus dem Kreis der entsprechenden Sportverbände, der Stadt und viele aktive Behindertensportler waren gekommen, um der Taufe beizuwohnen. Weiter waren SCM Mitglieder sowie Gäste aus den Reihen des Sponsors dieses, für die Arbeit mit behinderten Menschen sehr wichtigen Boots, anwesend.  

Das Boot ermöglicht es noch mehr Menschen mit Behinderungen aktiv an der Segeltherapie physiosail teilzunehmen. Sogar Menschen, die nur den Kopf oder die Zunge bewegen können, schaffen es mit dem besonders ausgerüsteten Access Dinghi zu segeln. Die Access 303 ist ein Einsitzer, der mit elektrischer Steuerung für Ruder und Großschot sowie einer Selbstwendefock ausgestattet ist. Da man an Bord auch ein Beatmungsgerät verstauen kann, können selbst Menschen segeln, die nicht mal selbstständig atmen können. Was das an Freiheitsgefühl bedeutet, können Menschen ohne Behinderung  wahrscheinlich nur erahnen.

Weltweit gibt es mehrere tausend dieser Boote in denen behinderte und nichtbehinderte Segler vergütungs-los gegeneinander Regatten segeln können. Von solchen Booten, die auch an schwerste Behinderungen angepasst werden können, gibt es in Europa jedoch nur eine Hand voll. Das zu taufende Boot wurde dem Verein zur Förderung der Segeltherapie vom Sponsor, der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgruppe CURACON mit Hauptsitz in Münster, zur Verfügung gestellt.

Das in der Regel auf einem Trailer in der SCM Halle gelagerte Boot – die Segler/innen können zukünftig über einen kleinen Kran völlig problemlos ins Boot gehoben werden – erweitert die Möglichkeiten schwer behinderten Segler/innen aktiv ihrem Sport nachzugehen. Für den Einsatz steht jeweils eine sachkundige Betreuerin zur Verfügung. Der Verein zur Förderung der Segeltherapie verfügt dann über insgesamt drei Boote für das spezielle Segeln von Menschen mit körperlichen Behinderungen.

Er bietet die physiosail Segeltherapie in Kooperation mit den SCM an. Dieses gemeinnützige und ausschließlich über Spendengelder finanzierte Angebot ist für die teil-nehmenden Nutzer, die Mitglied im SCM sind, kostenfrei. Ein solches innovatives Angebot gibt es so nirgends in Deutschland.

Der gastgebende SCM hat seit mehr als 60 Jahren Erfahrung mit dem gemeinsamen Segeln von Seglern mit und ohne Behinderungen. Die Aaseeterrassen und das SCM Clubgelände sowie das Clubhaus sind komplett rollstuhlgerecht ausgelegt. Somit passen die Partner erstklassig zusammen und bieten ein großes, nicht-kommerzielles Angebot für segelinteressierte Menschen mit Behinderungen an.      

 

Link: https://en.wikipedia.org/wiki/Access_303

Quelle: Presse SCM, Matthias Pape

Boot mit elektrischer Steuerung

Skizze der Besonderheiten des Spezialbootes

In Deutschland muss man mindestens einen Arm, wenn auch nur eingeschränkt, bewegen können, um selbstständig zu segeln. Es gibt die bewährten Access Dinghis (mittlerweile unter dem Namen Hansa) jedoch auch mit elektrischer Steuerung, so dass man mit dem Kinn oder der Zunge sowohl das Ruder als auch die Schoten kontrollieren kann. Dann ist das Wasser wirklich grenzenlos...

Ein Boot mit elektrischer Steuerung anzuschaffen, ist das nächste große Projekt. Aktuell könnte günstig ein gebrauchtes Boot aus Schweden erworben werden, so dass "nur" 6.000,- € benötigt werden.

Heider-Held-Design hat eine Skizze des Bootes angefertigt, die alle Besonderheiten anschaulich darstellt. Vielen Dank dafür!

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neue Segel für die Access Dinghis

Nach fünf Jahren unter der Münsterschen Sonne waren die Segel der beiden Access Dinghis so pörös, dass sie bei dem kleinsten Windhauch schon gerissen sind. Unterstützt durch die Stiftung Deutscher Rollstuhlsport wurden im Winter neue Segel für beide Boote angeschafft.

barrierefreier Stegzugang

Der Verein hat gemeinsam mit der Firma einfachwerk eine Rampe am Steg der Yachtschule Overschmidt am Aasee finanziert, um einen barrierefreien Zugang zum Steg zu ermöglichen.

Anschaffung der Access Dinghis

Dank der Unterstützung durch die Kämpgen-Stiftung, die Stiftung Deutscher Rollstuhlsport sowie den Lions Club Hamaland aus Gescher konnten im letzten Jahr die beiden Access Dinghis angeschafft werden.

Die Spezialboote ermöglichen auch Menschen mit schwersten Behinderungen das Segeln, da sie optimal an die Fähigkeiten des Segelnden angepasst werden können und immer ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleisten.

die beiden Access Dinghis